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Inhalieren oder Essen

ACM-Magazin 1999

Wird Cannabis gegessen, so wird das THC vom Magendarmtrakt besser aufgenommen, wenn gleichzeitig etwas Fett aufgenommen wird. Das Fett verbessert den Transport der fettlöslichen Cannabinoide durch die Darmschleimhaut. Daher kann bei der Verwendung eines Tees beispielsweise etwas Sahne in den Tee gegeben werden oder bei Verwendung von Gebäck ein Rezept mit reichlich Butter verwendet werden. Die Wirkung setzt beim Rauchen schneller ein und kann damit besser dosiert werden. Der Nachteil des Rauchens ist die Irritation und Schädigung der Atemwege ähnlich wie beim Rauchen von Tabak oder Kräuterzigaretten. Mögliche Folgen sind chronische Bronchitis sowie eventuell krebsige Zellentartung. Die beim Rauchen geringste Belastung der Lunge gibt sich bei Verwendung von möglichst THC-reichem Marihuana, das in speziellen, leicht zu reinigenden Metallpfeifen pur geraucht wird. Oft genügen hier schon ein bis drei Lungenzüge zur Erzielung der gewünschten Wirkung. Die Schädigung der Atemwege lässt sich durch die orale Aufnahme von Cannabis vermeiden. Zudem gibt es mittlerweile Geräte, die es ermöglichen, verdampfte Cannabinoide zu inhalieren, ohne dass das Kraut verbrannt werden muss.